Frohnau Hubertussee

Hubertussee

Waldiger geht es kaum in der Großstadt, dunkel und verwunschen mitten im Wald liegt der nördlichste See Berlins mit 1,4 Hektar und einer geheimnisvollen Aura. Gerade an nebligen oder verregneten Tagen erwartet man, dass jeden Augenblick Feen oder andere Fabelwesen aus dem See auftauchen.

Der See wurde aus einem verlandeten Tümpel der alten Bieselheide geschaffen, als hier um 1910 ein exklusiver Vorort der Gartenstadt Frohnau entstehen sollte. Im späten 19. Jahrhundert wurde hier Ton für die nahegelegene Ziegelei gegraben. Der Aushub des Sees wurde zur Verbesserung des Bodens und für Aufschüttungen bei den Ausbauarbeiten Frohnaus verwendet. Ursprünglich sollte die Bebauung Frohnaus bis zum See reichen. Der erste Weltkrieg und seine Folgen beendeten jedoch das ambitionierte Vorhaben. Die Natur holte sich im Laufe der Jahre die bereits gepflasterten Straßen zurück, der Hubertusweg und der Jägerstieg lassen die alten Zeiten nur noch erahnen. Heute liegt der See im Kiefernhochwald der alten Bieselheide, unmittelbar an der Grenze zu Bergfelde (Ortsteil von Hohen Neuendorf) und Schönfließ (Ortsteil von Mühlenbecker Land) im Landkreis Oberhavel (Brandenburg).

Zur verwunschenen Atmosphäre trägt sicherlich bei, dass das Waldgebiet heute unbewirtschaftete Referenzfläche der Berliner Forstverwaltung ist, auf der jeglicher menschliche Eingriff unterbleibt.

Heute ist der Hubertussee wunderbar geeignet, um eine erfrischende und entspannende Auszeit von der Stadt zu nehmen. Zu Fuß oder mit dem Rad ist er sehr gut über den Berliner Mauerweg zu erreichen und über den Hubertusweg oder den Jägerstieg. Versteckt dazwischen liegen die Ateliers vom Künstlerhof Frohnau , der zweimal im Jahr seine Pforten für Besucher öffnet.

Folgt man dem Hubertusweg in die andere Richtung über die B 96, wird er zum Staehleweg, der uns zur Stärkung in das Landhaus Hubertus und in die „Invalidensiedlung“  mit ihrer bemerkenswerten Geschichte führt.