Jugendfarm Lübars 3

 

Familienfarm Lübars

Die Familienfarm in Reinickendorf ist ein echtes Naturerlebnis in Berlin! Auf der Minifarm kann der gestresste Großstädter mit Backhaus, Imkermuseum, Töpferattelier und einer Gärtnerei Ruhe und Entspannung finden.

Die Familienfarm Lübars stellt mit der charakteristischen Gehöftform im Märkischen Stil und einem gemischten Tierbestand einen typischen märkischen Bauernhof dar. Er wird traditionell betrieben und steht jedem Besucher offen. Ein Muss bei jedem Besuch ist ein Rundgang durch die Tiergehege: Artgerecht und mit viel Platz finden hier bekannte und weniger bekannte Arten von Schweinen, Schafen, Eseln, Ziegen, Hühnern, Kühen, Enten, Gänsen, Pferden und Kaninchen ein Zuhause. Und selbst ein eigener Bienenstock ist vorhanden! Auf der Farm gibt es für Besuchergruppen, vor allem für Schulklassen und Kindergruppen spezielle Angebote: Von einem Biologielehrer erfahren die Kinder wissenswerte Einzelheiten über die Tiere und können Brot backen, Butter herstellen, Wolle verarbeiten, Hühner beobachten und vieles mehr. Neben den Tieren können auch die Blumen und Nutzpflanzen im Bauerngarten angesehen und bestimmt werden. Mindestens ebenso viel Spaß machen die spannenden Kurse, in denen man traditionelles Handwerk erlernen kann. Unter fachkundiger Anleitung darf man sein eigenes Bauernbrot backen, das Melken üben oder beim Wollspinnen dabei sein. Für aktive Kinder wird eine Holzwerkstatt angeboten und wer will, kann hier töpfern lernen.

In den großen Ferien können Kinder von Montag bis Freitag die Alte Fasanerie unsicher machen, bei der Ernte mithelfen, Tiere pflegen, gemeinsam kochen, basteln und die Natur entdecken.

Die Bauernschänke lädt zur Erfrischung und Stärkung zwischendurch und hinterher ein. Nebenan gibt es einen Erlebnisspielplatz und den Freizeitpark Lübars.

1740-1786 ließ König Friedrich II. für sein Rosenthaler Gut auf der kirchlichen Lübarser Feldmark eine Fasanerie errichten. Daher stammt der Beiname „Alte Fasanerie“ für die Familienfarm. Ende des 19. Jahrhunderts wird die Fasanenzucht jedoch wegen landwirtschaftlicher Nutzung der Fläche aufgegeben.

In 1978 übernahm das Bezirksamt Reinickendorf die Fläche und es reifte die Idee, auf dem Gelände der zwei ehemaligen Schweinemästereien einen Bauernhof zu bauen, der vor allem Kindern und Jugendlichen einen Einblick in das Landleben geben sollte. Die charakteristische Gehöftform als „Geviert“ (ein rechteckiger Hof, der von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden wie Ställen und einer Tenne umrahmt ist) wurde märkischen Bauernhöfen nachempfunden. Seit 2003 wird die Familienfarm wieder von gemeinnützigen Organisationen geführt. Diese kämpfen jedoch jährlich um die finanziellen Mittel zum Erhalt der Farm. Spender sind daher herzlich eingeladen, am Fortbestand dieser großartigen Einrichtung mitzuwirken. Träger der Alten Fasanerie ist seit 2014 das Elisabethstift, das seit Jahren in Berlin in der Kinder- und Jugendhilfe aktiv ist und zwei Kitas und eine Schule in Reinickendorf betreibt.

Obwohl man sich heute längst wieder unproblematisch zwischen Berlin und Brandenburg bewegen kann, bleibt die Familienfarm Lübars vor allem für Schulklassen, Kindergartengruppen und Familien ein attraktives Ausflugsziel. Denn dieser spezielle Bauernhof ist nicht nur gut zu erreichen, sondern – im Gegensatz zu den meisten „normalen“ Bauernhöfen – auch auf eine Vielzahl von neugierigen und wissensdurstigen kleinen und großen Besuchern eingerichtet.