Tegeler See

Tegel Wildgehege

 

Wildgehege Tegeler See

Der Tegeler Forst ist wohl der ökologisch interessanteste und vielfältigste Wald in Berlin. Inmitten des dichten Waldgebietes rund um den Tegeler See finden sich uralte Baumbestände, unberührte Lichtungen, Bademöglichkeiten, Tiergehege und Spielmöglichkeiten – ideal für Erholung und Bewegung an frischer Luft. Mehrere Rundwege bieten hier spannende Naturerlebnisse. Eines davon findet man im südlichen Teil des Tegeler Forst, ganz in der Nähe der Revierförsterei. Am Ende des Schwarzen Wegs, hinter einer Wildwiese verläuft ein Weg in einem langgezogenen Bogen durch zwei Wildgehege, eines mit Schwarzwild (Wildschweinen), ein weiteres mit Rot- und Damwild. Futterspender ermöglichen den Besuchern gegen ein kleines Entgelt sogar die Fütterung. Auf dem Weg findet man zudem einige Informationstafeln über Bienen und Honig.

Gleich in der Nähe findet man die Badestelle Reiherwerder mit Sicht auf die Villa Borsig.

Mindestens einmal im Jahr, im Spätsommer laden die Revierförsterei und die Kirchengemeinden der sogenannten „Insel-Region“ zu einem Waldgottesdienst ein. Mitten im Wald mit hölzernem Kreuz und Altar werden hier auch die neuen Schulanfänger unter freiem Himmel und im Zeichen der Natur begrüßt.

Greenwichpromenade 2

 

Greenwichpromenade

Die schönste Uferpromenade Berlins ist seit mehr als 100 Jahren beliebtes Ausflugsziel der Berliner. Hier kann man ein bisschen maritimes Flair genießen, ausgedehnte Spaziergänge am Wasser mit traumhafter Kulisse über den Tegeler See unternehmen, ein bisschen Tegeler Geschichte erkunden oder mit einem Ausflugsdampfer nach Oranienburg, zum Wannsee, in die Innenstadt oder über die Havelseen schippern.

Seit 1899 aufgrund der Lage als Uferstraße bekannt, wurde der Uferweg um 1966 dem Partnerbezirk Greenwich, einem Stadtbezirk von London gewidmet und in Greenwichpromenade umbenannt. Greenwich war seit dem späten Mittelalter Residenz der englischen Könige. Auf der Höhe Alt-Tegel erinnert die von der Partnerstadt gespendete rote Telefonzelle sowie ein roter Briefkasten an die britischen Freunde.

Der Fußweg verläuft am Ufer des Tegeler See zwischen Borsigdamm und Gabrielenstraße, er führt über die Tegeler Hafenbrücke. Auf der Greenwichpromenade liegt ein Abschnitt des „Heiligenseer Wegs“, der einer der jüngst angelegten 20 Grünen Hauptwege ist.

An der Greenwichpromenade wurde Mitte der 2000er Jahre neben den Dampferanlegestellen auch ein Kreuzfahrt­anleger eröffnet. Hier legen allerdings keine großen Kreuzfahrtschiffe in alle Welt ab, wie es die Schilder Kreuzfahrtterminal suggerieren, sondern kleinere Flusskreuzfahrtschiffe, unter anderem nach Stralsund und Prag.

Von den Anlegestellen aus kann man mit einem Ausflugsdampfer eine Fahrt über den Tegeler See zu den Potsdamer Gewässern, dem Niederneuendorfer See oder direkt in die Berliner Innenstadt, über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal bis zum Regierungsviertel unternehmen. Beliebt sind auch die Rundfahrten vorbei an den sieben Inseln durch schönste Natur. Vom Schiff aus hat man den Blick auf die Villa Borsig, ehemaliger Sitz der Industriellenfamilie Borsig, heute im Besitz des Auswärtigen Amtes. An drei Terminen im Sommer wird auf der Havel eine gigantische Party gefeiert. Mallorca-Feeling direkt in Berlin – so lautet das Motto der Betreiber.

Daneben laden Ausflugsgaststätten, gepflegte Parkanlagen, Bänke, Minigolf und Bootsverleih die Besucher zum Erholen und Verweilen ein.

Nicht weit entfernt sind Alt-Tegel, der erhaltene, dörfliche Kern des Stadtteils Tegel sowie das Schloss Tegel, in dem die Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt ihre Kindheit verbrachten.

An der östlichen Seite des Tegeler See befindet sich der Hafen der ehemaligen Borsig-Werke. Hier steht seit 1956 der schlanke Borsigbogen von Gerhard Schultze-Seehof mit Bildmosaiken oberhalb der breiten Freitreppe, die vom Anfangspunkt der Promenade bis hinunter an den See führt.

Badestelle am Tegeler See

 

Badestellen Tegeler See

Mit einer Gesamtfläche von etwa 450 Hektar ist der Tegeler See der zweitgrößte See Berlins – gleich nach dem Müggelsee. So schön im Grünen gelegen, ist der See ein beliebtes Naherholungsgebiet für Badegäste, Spaziergänger und all jene, die so richtig sportlich aktiv werden möchten.

Der Tegeler See bildet eine stark verzweigte und etwa fünf Kilometer lange Ausbuchtung der Havel. Er gehört zur Bundeswasserstraße Oder-Havel und wird vor allem von Wassersportlern gern genutzt. Der See erweitert sich im Nordosten zum Borsighafen, hier und auch an der Greenwichpromenade befinden sich zahlreiche Schiffsanlegestellen.

Im Tegeler See befinden sich insgesamt neun Inseln: Baumwerder, Hasselwerder, Lindwerder, Maienwerder, Reiswerder, Scharfenberg und Valentinswerder. Die Humboldtinsel und die Tegeler Insel wurden künstlich angelegt.

Der Tegeler See ist eines der Gewässer mit der besten Sichttiefe in der Umgebung, das Wasser ist dementsprechend klar und an manchen Stellen bis zu 11 Meter tief. Obwohl es nicht viele Uferstellen gibt, die sich zum Baden anbieten, gibt es immerhin vier offizielle Badestellen. Am Ostufer befindet sich die großzügige Badestelle Saatwinkel. Von hier aus hat man einen schönen Blick in die Ferne, die Boote bleiben auf Distanz. Am Reiswerder Strand, ebenfalls am östlichen Ufer, findet man viele gemütliche und vor allem schattige Plätzchen. Neben einer DLRG-Station, die in der Badesaison besetzt ist und Sanitäranlagen, gibt es am Strand auch eine Anlegestelle für ein kleines Schiff, welches die Kleingärtner*innen zur Nächsten Insel bringt – hier befindet sich eine Kolonie.

Etwas ruhiger und abgelegener ist dagegen die Badestelle Reiherwerder am Westufer. Hier gibt es weit und breit erstmal nicht sehr viel, dafür muss man die Badestelle nicht mit so vielen anderen teilen. Ebenfalls am Westlichen Ufer befindet sich das Strandbad Tegel. Populär ist der sogenannte „Arbeiterstrand“ neben dem Strandbad Tegel in Konradshöhe, direkt gegenüber der Insel Scharfenberg. Zwischen der Insel und dem Ufer passiert die Schulfähre, aber auch große Ausflugsschiffe befahren die Fahrrinne häufiger. Der Schwimmbereich ist daher nicht so groß und man sollte nicht zu weit hinausschwimmen.

Das Baden abseits der Badestellen ist nicht möglich, da die mit Schilf bewachsenen Uferstellen zum Schutz von Flora und Fauna meist mit Zäunen gesichert sind.